Gabriele Sigg

 

»Wenn die Begriffe nicht richtig sind, so stimmen die Worte nicht;
stimmen die Worte nicht, so kommen die Werke nicht zustande;
kommen die Werke nicht zustande, so gedeihen Moral und Kunst nicht;
gedeihen Moral und Kunst nicht, so trifft die Justiz nicht;
trifft die Justiz nicht, so weiß die Nation nicht, wohin Hand und Fuß zu setzen.
Also dulde man nicht, daß in den Worten etwas in Unordnung sei.«

-Konfuzius. Gespräche. Lun-yü.
Herausgegeben von Hans van Ess. München, 2005: XIII, 3

 

Dr. phil. Gabriele Maria Sigg
Wissenschaftlerin und Publizistin, Kultur- und Sozialphilosophin

Wissenschaft fußt auf einer mehr als zweitausendjährigen Tradition, deren Wurzeln in der antiken griechischen Philosophie zu finden sind. Denken und Fühlen werden hier als einheitlichen Prozess verstanden. Heute wird Denken nicht selten mit rationalem Denken verwechselt. Philosophie bedient sich des intuitiven Denkens. Der rationale Verstand ist hierbei ein Hilfsmittel.

Begriffe sind geistige und seelische Wegweiser. Sie in der aktuellen Gesellschaft wieder dieser Bedeutung zuzuführen sehe ich als meine Aufgabe. Deshalb beschäftige ich mich in meiner akademischen Forschung um grundlegende Begriffsbestimmung.

Durch die Spezialisierung der Einzeldisziplinen im Laufe der Geschichte entstand ein großer Fortschritt hinsichtlich technischer und materieller Kenntnisse. Der naturwissenschaftliche Fortschritt hat sich heute jedoch von seinen Wurzeln entfernt und bedarf der Rückbindung an die spirituellen Wurzeln der Menschheit. Die Quantenphysik bestätigt heute diese geistigen Grundlagen, wodurch die rein materialistische Naturwissenschaft obsolet geworden ist.

Neben der Wertschätzung aller spirituellen Kulturen der Welt, ist es mir ein besonderes Anliegen unsere eigenen spirituellen Wurzeln, die der antiken Philosophie, wieder herauszuarbeiten und für ein gutes Leben in der Moderne fruchtbar zu machen.

Als promovierte Soziologin verstehe ich es als meinen Beitrag dieses Wissen mit den neuen empirischen Sozial- und Kulturwissenschaften im Humboldt’schen Sinne zu verbinden. Wilhelm von Humboldt erkannte, dass Philosophie die notwendigen Grundlagen vermittelt, welche es jedoch an die Einzeldisziplinen anzubinden gilt.

LEHRKRAFT FÜR BESONDERE AUFGABEN AM LEHRSTUHL FÜR VERGLEICHENDE KULTURWISSENSCHAFT AN DER UNIVERSITÄT REGENSBURG

FORSCHUNGSGEBIETE

  • Kultur und Wirtschaft: Die kulturelle Einbettung wirtschaftlichen Handelns
  • Der ehrbare Kaufmann: Die Handelsehre als Grundlage wirtschaftlichen Handelns
  • Es gibt keinen Ehrenmord! Über ein falsches Kulturverständnis
  • Ehre und Recht: Die Haltung des Bürgers als notwendiges Regulativ zum Erhalt rechtlicher Systeme
  • Geistesgeschichtliche Grundlagen
  • Emotionale Bildung: Vernunft und Gefühl in Einklang bringen
  • Chancengleichheit und das gute Leben: Schichtspezifische Prägungen und die Einzigartigkeit jedes Menschen
  • Türkei: Eine Kultur jenseits von Erdoğan, PKK und der Kopftuchdebatte
  • Westliches und Östliches Denken: Unterschiede am Beispiel der Idealtypen Deutschland und der Türkei verstehen
  • Emotion und Kultur: Die emotionale Basis kultureller Wertigkeiten

 

Schreiben Sie mir gerne eine E-Mail: kontakt@gabrielesigg.de

 

Bild oben: Athena-Tempel, Akropolis – Athen / Griechenland