Hier schreibe ich kurze Beiträge zu aktuellen gesellschaftspolitischen Themen und gebe philosophische Impulse. Mein Anliegen ist hier in knapper Form, wichtige Aspekte zu vermitteln. Zur Vertiefung empfehle ich meine Bücher 😉

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Für unsere Gesellschaft ist es selbstverständlich, dass wir mindestens neun Jahre zur Schule gehen, um unseren Verstand auszubilden. Uns ist klar, dass wir nicht einfach denken können, nur weil sich in unserem Kopf ein Gehirn befindet, sondern, dass wir die Anlagen dazu haben, die aber ausgebildet werden müssen. Wie kommen wir also darauf, dass wir Fühlen natürlicherweise können, ohne das Gefühlsleben auszubilden?

ODER: Warum der gerechte Preis nicht unbedingt für alle gleich sein muss.
In der westlichen Welt herrscht die Idee vor, dass alle Menschen gleich seien und das gerecht sei. Das ist nicht falsch, nur einseitig.
Seit der Aufklärung rühmt sich die westliche Welt mit Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit. Der rationale Verstand hat in diesem Zuge eine Überhöhung erhalten, die in der Geschichte der Menschheit seines gleichen sucht. Formale Prinzipien, Verträge und Feste Preise sind Resultate und Lösungsmittel des Verstandes.

Im Jahr 2018 erhielten die Begriffe „Ehrenmann und Ehrenfrau“ ein Revival, und zwar von einer Generation, von der man es vermutlich nicht erwarten würde: Es wurde zum Jugendwort des Jahres 2018 gewählt. In Berlin sprach ich mit den drei Gymnasiasten Ester, Marlene und Thure, alle im Alter von 17 Jahren, über ihre Eindrücke und Erfahrungen mit den Begriffen der „Ehre“ und dem Jugendwort: „Ehrenmann & Ehrenfrau“.

„Sapere Aude! – Habe den Mut, Dich Deines eigenen Verstandes zu bedienen!“ war der Leitspruch der Aufklärung. Verstand und Vernunft werden in unserer Gesellschaft hochgepriesen und als Lösungsmittel für alle Probleme gesehen und auch angewendet. Wie kann es dann sein, dass unsere Gesellschaft in so vielfältigen Krisen steckt?