Allgemeine Informationen

 

»Wenn die Begriffe nicht richtig sind, so stimmen die Worte nicht;
stimmen die Worte nicht, so kommen die Werke nicht zustande;
kommen die Werke nicht zustande, so gedeihen Moral und Kunst nicht;
gedeihen Moral und Kunst nicht, so trifft die Justiz nicht;
trifft die Justiz nicht, so weiß die Nation nicht, wohin Hand und Fuß zu setzen.
Also dulde man nicht, daß in den Worten etwas in Unordnung sei.«

-Konfuzius. Gespräche. Lun-yü.
Herausgegeben von Hans van Ess. München, 2005: XIII, 3

Wissenschaft fußt auf einer mehr als zweitausendjährigen Tradition, deren Wurzeln in der antiken griechischen Philosophie zu finden sind. Denken und Fühlen werden hier als einheitlichen Prozess verstanden. Heute wird Denken nicht selten mit rationalem Denken verwechselt. Philosophie bedient sich des intuitiven Denkens. Der rationale Verstand ist hierbei ein Hilfsmittel.

Begriffe sind geistige und seelische Wegweiser. Sie in der aktuellen Gesellschaft wieder dieser Bedeutung zuzuführen sehe ich als meine Aufgabe. Deshalb beschäftige ich mich in meiner akademischen Forschung um grundlegende Begriffsbestimmung.

Durch die Spezialisierung der Einzeldisziplinen im Laufe der Geschichte entstand ein großer Fortschritt hinsichtlich technischer und materieller Kenntnisse. Der naturwissenschaftliche Fortschritt hat sich heute jedoch von seinen Wurzeln entfernt und bedarf der Rückbindung an die spirituellen Wurzeln der Menschheit. Die Quantenphysik bestätigt heute diese geistigen Grundlagen, wodurch die rein materialistische Naturwissenschaft obsolet geworden ist.

Neben der Wertschätzung aller Kulturen der Welt, ist es mir ein besonderes Anliegen auch unsere eigenen geistigen Wurzeln, die der antiken Philosophie, wieder herauszuarbeiten und für ein gutes Leben in der Moderne fruchtbar zu machen.

Als promovierte Soziologin verstehe ich es als meinen Beitrag dieses Wissen mit den neuen empirischen Sozial- und Kulturwissenschaften im Humboldt’schen Sinne zu verbinden. Wilhelm von Humboldt erkannte, dass Philosophie die notwendigen Grundlagen vermittelt, welche es jedoch an die Einzeldisziplinen anzubinden gilt.

 

 

Forschungsgebiete und Vortragsthemen

  • Kultur und Wirtschaft: Die kulturelle Einbettung wirtschaftlichen Handelns
  • Der ehrbare Kaufmann: Die Handelsehre als Grundlage wirtschaftlichen Handelns
  • Es gibt keinen Ehrenmord! Über ein falsches Kulturverständnis
  • Ehre und Recht: Die Haltung des Bürgers als notwendiges Regulativ zum Erhalt rechtlicher Systeme
  • Geistesgeschichtliche Grundlagen: Erkenntnistheorie und Geistiges Sehen
  • Emotionale Bildung: Vernunft und Gefühl in Einklang bringen
  • Chancengleichheit und das gute Leben: Schichtspezifische Prägungen und die Einzigartigkeit jedes Menschen
  • Türkei: Eine Kultur jenseits von Erdoğan, PKK und der Kopftuchdebatte
  • Westliches und Östliches Denken: Unterschiede am Beispiel der Idealtypen Deutschland und der Türkei verstehen
  • Emotion und Kultur: Die emotionale Basis kultureller Wertigkeiten

… sehr gerne stimme ich meinen Vortrag auf Ihre Bedürfnisse ab.

 

Haben Sie Interesse an einem Vortrag oder ein anderes Anliegen?
Schreiben Sie mir gerne eine E-Mail: kontakt@gabrielesigg.de

 

Wissenschaftliche Beiträge

Meine Arbeit beruht auf einer geisteswissenschaftlichen Tradition, die zurück in die antike Philosophie reicht. Aristoteles, Platon, Friedrich Schiller, Johann Wolfgang Goethe, Wilhelm von Humboldt, Adam Smith, Georg Simmel und Hannah Arendt sind zentrale Denker, auf die ich mich in meinen Forschungen beziehe. Sie an die empirischen Sozial- und Kulturwissenschaften anzubinden, sehe ich im Sinne des Humboldt’schen Bildungsideals als meine Aufgabe.

 

BÜCHER

Emotionale Bildung.
Die vergessene Seite der Bildungsdebatte.

Tagungsband. Herausgegeben mit Andreas Zimmermann. Hamburg 2018

 

Rezension:

„Es wäre zu wünschen, dass die […] intendierten kritischen Denkanstöße und ihre reichhaltigen und anregenden Analysedimensionen auch in der Erwachsenenbildungswissenschaft eine aufmerksame Resonanz finden.“

Andreas Seiverth, Forum Erwachsenenbildung 2/2019

 

 

 

Ehre revisited – Die Charakterhaltung als gesellschaftliche Grundlage.
Dissertation. Baden-Baden 2017

                                         Rezension:
„Zusammenfassend ist festzuhalten, dass diese Arbeit sowohl auf theoretischer, interdisziplinärer Basis als auch auf praktischer ethnografischer Ebene es schafft, in der Istanbulforschung Grenzen neu zu ziehen. Einerseits gelenkt durch einen Blick aus der Exo-Perspektive, gelingt es ihr andererseits durch ihren Sprachzugang und ihre weitreichende Verankerung in der türkischen Kultur, den Begriff Ehre aber auch die Praxis des Handelns und das Phänomen Basar für den deutschen Leser erfahrbar und verstehbar zu machen. Danke für diese Lektüre!“

                                        Sebastian Gietl, Bayrisches Jahrbuch f. Volkskunde 2018

 

ARTIKEL

Ehre und Würde. Ein kulturphilosophischer Essay
IN: Bewusstseinswissenschaften. Transpersonale Psychologie und Psychotherapie. Unabhängige Fachzeitschrift 2/2019. S. 39-49.

Kulturelle und schichtspezifische Prägungen.
Die Transformation kollektiv-emotionaler Muster als Weg zu individueller Freiheit.
IN: Sigg, Gabriele/ Zimmermann, Andreas (Hrsg.) (2018):
Emotionale Bildung. Die vergessene Seite der Bildungsdebatte. Hamburg. S. 31-49.

 

 

VORTRÄGE – SPEECHES

Ehre und Würde.
Zur Notwendigkeit beider Begrifflichkeiten. 

Symposium am Universitätsklinikum Regensburg: Würde. Weil wir sie brauchen.
11.- 12. Oktober 2019, Regensburg

Ehre und Recht.
Die fehlende Ausbildung des inneren Rechtsempfindens in der Moderne.

VI. Tagung für Praktische Philosophie,
27.-28. September 2018, Salzburg, Österreich

The Honourable Merchant.
Framing the impact of »The Person« on economic systems.

13th Conference of the European Sociological Association,
29th August-1st September 2017, Athens, Greece

The Grand Bazaar in Istanbul.
Honour in trade as an overseen aspect of the Turkey-
related honour research
Turkologentag 2016, Second European Convention on Turkic, Ottoman and Turkish Studies.
14.-17. September 2016, Universität Hamburg

Die kulturellen Voraussetzungen wirtschaftlichen Handelns.
Der ehrbare Kaufmann als
Regulativ eines rein systemischen Blicks
auf wirtschaftssoziologische
Zusammenhänge.
Jahrestagung der Sektion Wirtschaftssoziologie der Deutschen Gesellschaft für Soziologie.
17.-18. März 2016, Georg-August-Universität Göttingen

Handel und Handeln auf dem Großen Basar in Istanbul.
Veränderungen des
Handelshabitus von einer vorkapitalistischen zu einer kapitalistischen Ökonomie.
Workshop: Junge Türkeiforschung in Deutschland II – Arbeitsfelder und Perspektiven. Wochenendworkshop organisiert vom Türkei-Europa-Zentrum Hamburg und Network Turkey am 02./03. März 2012

Lehrveranstaltungen Universität

Hier finden Sie ausgewählte themenbezogene Seminare, die ich an verschiedenen Universitäten in Deutschland anbiete bzw. angeboten habe. Aktuell habe ich Lehraufträge an der Universität Tübingen, Weltethos-Institut sowie an der Universität zu Köln inne.

 

Universität zu Köln, Department Erziehungs- und Sozialwissenschaften

WINTERSEMESTER 2020/21

Charakterbildung als pädagogische Herausforderung im Sozialisationsprozess. Ehre, Tugend und Selbstbildung in pluralen Gesellschaftsformen (B.A.)
Postmoderne Gesellschaften sind durch ein plurales Spektrum an Handlungsmöglichkeiten und Wertvorstellungen gekennzeichnet. Anders als religiöse vormoderne Gesellschaften sind ihre Werte und Normen nicht mehr klar festgelegt. Dies fordert auch die Pädagogik auf, sich mit unterschiedlichen Wertvorstellungen, die in den Sozialisationsprozessen vermittelt werden, auseinanderzusetzen. Dabei gilt es außerdem sich Kenntnisse über universelle Ethikverständnisse anzueignen.
Ziel des Seminars ist die Pädagogen für kulturelle Wertvorstellungen zu sensibilisieren und gleichzeitig universalethische Theorien damit sinnvoll in Zusammenhang zu bringen.

Sozialisation, Bildung und Gesellschaft.
Theoretische Diskurse anhand soziologischer Klassiker (B.A.)
Sozialisationsprozesse entstehen im Kontext vielschichtiger kultureller und schichtspezifischer Handlungsfelder. Jeder Mensch ist ein einzigartiges Individuum, das gleichzeitig von diversen gesellschaftlichen Feldern wie Familie, Kindergarten, Schule, Arbeitsumfeld etc. geprägt wird – und auf diese zurück wirkt. Georg Simmel prägte hierfür den Begriff der Wechselwirkung. Wie sich das Verhältnis von Individuum und Gesellschaft soziologisch aufschlüsseln lässt, wird im Seminar mittels zentraler soziologischer Theoretiker wie z.B. Max Weber, Georg Simmel, Pierre Bourdieu diskutiert.
Das Seminar vermittelt einen Überblick über soziologische und sozialphilosophische Theorien mit besonderem Fokus auf Bildung und Sozialisation.

(Beide Seminare halte ich jeweils zweimal)

 

Universität Tübingen, Weltethos-Institut

WINTERSEMESTER 2020/21

Herzensbildung als weltethischer Imperativ!
Auf den Spuren einer vernachlässigten Dimension von Bildung (B.A.)
Bildung wird heute meist als kognitive Bildung des Intellekts oder Verstandes begriffen. Der Kompetenzbegriff und Pisa-Studien verstärken die Fokussierung auf „Bildung“, die sofort in ökonomischen Nutzen umgesetzt werden soll. Im Humboldt’schen Bildungsideal geht es jedoch um die Bildung des ganzen Menschen, um seinen Geist und sein Herz, dessen Wertschöpfungen jedoch auf den ersten Blick nicht sofort ersichtlich und messbar sind.
Die gegenwärtigen Krisen in Wirtschaft und Umwelt zeigen, was passiert, wenn Menschlichkeit und Ethik in der Gesellschaft keinen Stellenwert mehr haben und nicht mehr ausgebildet werden. Die vielfältigen Krisen können daher auch als Symptome einer menschlichen Fehlentwicklung in der Ausrichtung des Geistes und eines Mangels an Herzensbildung gedeutet werden.
Im Seminar wird auf der Grundlage philosophischer Schriften und klassischer soziologischer Theorien, der Idee einer ganzheitlichen Bildung mit besonderem Fokus auf der Herzensbildung des Menschen auf den Grund gegangen. Auf den zweiten Blick erschließt sich dadurch ein „Nutzen“, der allumfassender als der Homo Oeconomicus allein ist.

 

SOMMERSEMESTER 2019 & 2020

Freie Marktwirtschaft, Ehre und Gerechtigkeit – Handelspraktiken im interkulturellen Vergleich zwischen Ost und West (B.A.)
Moderne (westliche) Gesellschaften sind vielfach stolz auf ihre formale und rationale Organisation. Feste Preise und schriftliche Verträge sind kennzeichnend für das »Gleichheitsprinzip« (John Rawls), auf welches die westliche Welt vorherrschend baut. In einer globalisierten Welt, die ein gemeinsames Ethos sucht, kann der Westen jedoch seine Prinzipien nicht anderen Ländern aufzwingen. Östliche Kulturen bauen vielfach auf das »Beitrags- bzw. Bedürfnisprinzip« (Aristoteles). Dieses betrachtet Gerechtigkeit abhängig von Person, Ort und Situation und ist mit unserem Ehrgefühl verbunden.
Auf dem Großen Basar in Istanbul lassen sich idealtypisch westliche und östliche Handelsgebaren empirisch beobachten, sodass uns dieser Ort als Forschungsfeld dient.
Im Seminar werden wir die Vor- und Nachteile des »Gleichheitsprinzips« und »Bedürfnisprinzips« diskutieren und uns fragen, wie unter Einbezug beider Prinzipien ein gemeinsam geteiltes Weltethos aussehen kann.

 

EHEMALS:

Universität Regensburg, Lehrstuhl für Vergleichende Kulturwissenschaft

SOMMERSEMESTER 2019

Frau – Mann. Gender – Sex. Diskurse und Positionen der Geschlechterforschung (B.A.)
Traditionelle Geschlechterrollen wurden durch die sogenannte Gender-Forschung in Frage gestellt und dekonstruiert. Nicht mehr eine vorgegebene Natur, sondern die soziokulturellen Bedingtheiten würden Frauen und Männer formen. »Man wird nicht als Frau geboren, sondern zur Frau gemacht«, so Simone de Beauvoir, eine tragende Säule der Frauenbewegung. Gleichzeitig regen sich im öffentlichen Diskurs immer mehr Stimmen gegen das sogenannte »Gender-Mainstreaming«. Der alte Diskurs von Natur und Kultur ist entfacht. Die Fronten scheinen verhärtet. Darüber hinaus vernachlässigt die gegenwärtige Geschlechterforschung die männliche Sicht auf die Emanzipation.
Ziel des Seminars ist es, eine ausgewogene Sicht auf das Geschlecht als kulturelle Kategorie zu werfen. In einem ersten Schritt muss dazu die historische Genese der Geschlechterforschung und ihre zentralen Positionen und Strömungen verstanden werden. Dazu bedarf es die von Frauen dominierte Sicht auf die Geschlechterfrage um den Blick der Männer zu erweitern, da man sich nur so einer objektiven Sicht annähern kann. Als dritten Aspekt muss eine selbstreflektierte Sicht auf die Geschlechterfrage geworfen werden, die auch die biologische Komponente miteinbeziehen kann.

Migration, Bildung und Habitus. Kaleidoskop migrantischer Lebensstile in Deutschland (M.A.)
»Wir haben Arbeitskräfte geholt und es sind Menschen gekommen.« Diese vielzitierte Aussage von Max Frisch beschreibt wohl treffend die Situation von Erwartung und Realität, der im Zuge der Gastarbeiteranwerbung ins Land geströmten Menschen. Im Seminar wollen wir die Geschichte der verschiedenen Gruppen der Gastarbeiter (Italiener, Griechen, Türken) nachzeichnen, um die Probleme der nachfolgenden Generationen besser verstehen zu können. Zentral wird die Vertiefung der Habitustheorie (Bourdieu) und Lebensstilkonzeption (Simmel und Bourdieu) sein, die uns als theoretisches Modell zur Erforschung dient. Nach einem allgemeinen historischen wie theoretischen Überblick werden wir uns exemplarisch die vielfältigen Lebensstil- und Bildungsentwürfe der Migranten in Deutschland anschauen, was auch mit einer kritischen Auseinandersetzung mit der Diskussion um »Bildungserfolg« und »Chancengleichheit« einhergehen soll.
Ziel des Seminars sind zentrale Entwicklungen der Migrationsbewegungen sowie die unterschiedlichen Problematiken der verschiedenen Gruppen zu verstehen. Darüber hinaus soll die Anwendung theoretischer Konzepte auf kulturelle Phänomene anhand zentraler kulturwissenschaftlicher Begrifflichkeiten wie »Habitus« und »Lebensstil« vertieft werden.

WINTERSEMESTER 2018/19

Ehre und Recht I: Ehrenmord, traditionelle Geschlechterrollen und wissenschaftliche Verantwortung (M.A.)
Der türkische Ehrbegriff wird bislang ausschließlich im Feld der traditionellen Rollenvorstellungen von Mann und Frau verortet (namus). Damit einhergehend gewinnt insbesondere der sogenannte »Ehrenmord« an wissenschaftlicher und gesellschaftspolitischer Bedeutung. Das Seminar hinterfragt den Begriff des »Ehrenmordes« als zulässige Kategorisierung mit einer kritischen Aufarbeitung der eigenen Fachgeschichte. Da die Ehre ein transdisziplinärer Begriff ist, ist eine adäquate Begriffsbestimmung ohne Einbeziehung der Philosophie erkenntnistheoretisch unzureichend. Nach einer kritischen Auseinandersetzung mit der bisherigen Ehrforschung und theoretisch-philosophischen Fundierung, reflektiert das Seminar die Rolle des Wissenschaftlers zwischen Neutralität und Verantwortung.
Ziel des Seminars ist es kulturelle Werte und Normen im Kontext einer kultur-wissenschaftlichen Rechtsforschung zu dekonstruieren und durch die Betrachtung »des Fremden« die eigene kulturelle Brille kritisch zu hinterfragen. Das Seminar soll außerdem dazu befähigen zentrale Begriffe der Conditio Humana kulturwissenschaftlich und philosophisch im Sinne des Humboldt’schen Bildungsgedanken zu verbinden.

Ehre und Recht II: Handelsehre, Der Große Basar in Istanbul und die kulturelle Genese ethischer Praktiken (M.A.)
Die bisherige kulturwissenschaftliche Ehrforschung fokussierte sich auf geschlechtsbezogene Ehrvorstellungen. Im Seminar wird das bisher übersehene Forschungsfeld der Ehre im öffentlichen Leben der traditionellen Gesellschaft (Handelsehre) am Beispiel des Großen Basars in Istanbul behandelt. Dabei werden die türkischen Begrifflichkeiten für Ehre: »namus« (Geschlechtsidentität), »şeref« (Ansehen/äußere Ehre), »saygı« (Respekt), »onur« (Ehre/Würde) sowie die neue Kategorie der Handelsehre »dürüst« sinnverstehend geordnet. Nach der Untersuchung der historischen Genese des »Ehrbaren Kaufmannes« am Beispiel des türkischen Ahilik-Systems werden unterschiedliche Praktiken westlichen und östlichen Geschäftsgebarens im interkulturellen Vergleich an den Konzepten von »Bedürfnisprinzip« (Aristoteles) und »Gleichheitsprinzip« (John Rawls) diskutiert. Ziel des Seminars ist es kulturelle Werte und Normen im Kontext einer kulturwissenschaftlichen Rechtsforschung sinnverstehend zu interpretieren. Neben kulturellen Unterschieden sollen am Beispiel der Handelsehre auch die Gemeinsamkeiten einer transkulturellen Ethik am Begriff der Ehre eruiert werden.